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Haustechnik betriebsbereit im vorgefertigten Container auf das Dach geliefert

Bei der Wohnüberbauung «Martinshöhe Sempach» wurde von Anfang an viel Wert auf die Umsetzung der Vorgaben der Bauherrschaft gelegt. Fachplaner wurden vom Architekten bereits in der Konzeptphase beigezogen, damit der Leitgedanke der 2000-Watt-Gesellschaft konsequent umgesetzt werden konnten. Mit dem Wunsch, die Untergeschossflächen nicht für Technik zu benötigen, sondern als Mietflächen nutzbar zu machen, kam die Idee, die komplette Haustechnik auf dem Flachdach zu platzieren. Was in anderen Branchen und Gewerken bereits Alltag ist, grenzt in der Gebäudetechnik an eine Seltenheit.

Die Lösung, die Haustechnik auf dem Dach zu installieren, war geboren. Durch die 5 exakt gleichen Wohneinheiten, konnte die Technikeinheit fünfmal gebaut werden. Daraus entstand die Idee, den Technikraum nicht wie herkömmlich vor Ort zu bauen, sondern vorfabriziert im Container anzuliefern und zu versetzen. Bringt dies doch grosse Vorteile wie:

  • Fünf Einheiten werden im Werk nebeneinander gebaut
  • Die Einheiten sind bis auf die letzte Schraube identisch. Grosse Vereinfachung für das Hauswartteam im Unterhalt ist die logische Konsequenz daraus
  • Kosteneinsparung durch den Bau mehrerer Stückzahlen
  • Die ersten Last-Tests konnten bereits in der Fabrik gemacht werden, somit sind die Einheiten bereits einreguliert, wenn diese auf das Objekt geliefert werden
  • Nach dem Anschliessen der Steigleitungen auf die Einheiten können die Anlagen direkt betrieben werden
  • Technikraumsanierungen, nach Ablauf der Lebensdauer der Komponenten, können mit dem Ersatz eines neuen Containers schnell und effizient gelöst werden
  • Die nicht benötigte Fläche für Technik im Untergeschoss kann profitabel vermietet werden
  • Die Schallemissionen der Luft/Wasser-Wärmepumpen sind auf dem Dach weit weg von den Wohnungen und somit nicht hörbar
  • Die Aussen- und Fortluftansaugung der Lüftungsanlagen können in kürzester Distanz gehalten werden
  • Durch die kurzen Leitungswege wurden sehr niedrige Investitionskosten für die HLKS-Anlagen erreicht

Die Umsetzung unserer Planunterlagen liessen sich dank unseren Partnern (Installateuren, Lieferanten und Systemanbietern) gut in der Praxis umzusetzen. Der komplette Ablauf ist einwandfrei abgelaufen und somit konnte am Schluss der Bauherrschaft ein stimmiges und innovatives Haustechnik-Produkt übergeben werden. Konsequent konnte die Idee der 2000-Watt-Gesellschaft umsetzt werden. Die tiefen Investitionskosten geben in der finalen Abrechnung der ganzen Systemwahl recht.
Systembauten mit Vorfabrikation haben sich in anderen Gewerken schon lange durchgesetzt. Wieso soll dies auch auf der Haustechnik nicht möglich sein, wenn dies im Holzbau und anderen Orten seit Jahren gemacht wird? Wir glauben, dass wir dies mit dem Projekt «Martinshöhe Sempach» eindrücklich aufgezeigt und bewiesen haben. So hoffen wir dass sich in Zukunft der eine oder andere Bauherr für eine solche Lösung begeistern lässt.